Test der Bildqualität bei Bewegung
Um die Effizienz des MPEG Komprimier-Algorithmus der Sony HDV Kamera HDR-HC1 zu testen wurde diese einem einfachen Test unterzogen. Vor allem bei dynamischen Szenen kommt dieser Algorithmus an seine Grenzen. Daher wurden vor allem stark bewegte Szenen unter verschiedenen Einstellungen getestet. Dies stellt ein Worst Case Szenario dar, da solche raschen Bewegungen in einem Video nur selten vorkommen.
Zur Beurteilung der Bildqualität wurde das original MPEG Material beurteilt ohne dies in andere Formate umzuwandeln. Somit kann die wahre Qualität beurteilt werden ohne zusätzliche Störungen von Formatumwandlungen. Es wurde bloss der visuelle Eindruck geprüft und nicht technische Parameter.
Wie wurde getestet
Mit verschiedenen Einstellungen wurde das Verhalten der Bildqualität bei raschen Schwenks überprüft. Die Aufnahmen erfolgten im Freien bei Sonnenschein im Halbschatten mit teilweise stark strukturiertem Hintergrund.
Das Bildmaterial wurde im Original MPEG Format von der Kamera mit dem Programm CapDVS auf den PC überspielt. Von den einzelnen Szenen wurden Screenshots genommen und einerseits im tiff-Format in Originalgrösse abgespeichert (1440×1080). Die Bilder wurden deinterlaced durch entfernen und interpolieren der ungeraden Zeilen. Es können nachfolgend ebenfalls die Testbilder im platzsparenden jpg-Format abgerufen werden. Hier beeinflussen aber zusätzlich Artefakte des jpg-Algorithmus die Bildqualität. Daher sind diese Bilder nur bedingt zur Beurteilung geeignet.
Des weiteren liegen einige Bilder schwach bewegter Szenen vor. Sämtliche Szenen wurden ab Stativ gefilmt.
Testbilder
Ruhige Szene

Vergleichsbild, unbewegt gefilmt (nicht deinterlaced) (tiff 1440×1080, 4.5Mb | jpg 1440×1080 550kb)
Bewegte Szenen
Kameraeinstellungen: Verschlusszeit: 600, Autofokus: aus, Bildstabilisator: ein.

Rascher Zoom weg (tiff 1440×1080, 4.5Mb | jpg 1440×1080 450kb)

Rascher Schwenk nach rechts (tiff 1440×1080, 4.5Mb | jpg 1440×1080 450kb)
Es wurde eine kurze Verschlusszeit gewählt um Bewegungsunschärfe zu eliminieren.
Auf den ersten Blick erscheinen die Bilder scharf und klar. Beim näheren Betrachten fallen jedoch starke Kompressionsartefakte auf. Vor allem die feinen Strukturen verwischen und erscheinen geblöckelt.

Blockartefakte bei raschen Bewegungen (200% vergrössert)
Weitere Standbilder aus ruhigen Szenen

(tiff 1440×1080, 4.5Mb | jpg 1440×1080 370kb)

(tiff 1440×1080, 4.5Mb | jpg 1440×1080 400kb)

(tiff 1440×1080, 4.5Mb | jpg 1440×1080 400kb)
Testvideos
Die Videosequenzen sind im original MPEG-Format der Kamera, daher sind sie recht kurz.
Zoom und Schwenk (25 MB) Verschlusszeit: 600, Autofokus: aus, Bildstabilisator: aus.
Wenig Bewegung 1 (21 MB) alles Automatik
Wenig Bewegung 2 (21 MB) alles Automatik
Fazit
In ruhigen Szenen besticht die Kamera durch detailreiche Bilder mit recht guter Schärfe. In sehr dynamischen Szenen werden allerdings die Schwächen des MPEG Algorithmus sichtbar. Blockartefakte treten auf und feine Strukturen verschwimmen. Allerdings sind diese für das normale Auge im bewegten Bild kaum sichtbar erst im Standbild treten diese deutlich zu Tage. Dieser Effekt wird eigentlich nur relevant wenn mit kurzer Verschlusszeit aufgenommen wird und Zeitlupen und Standbilder von den Aufnahmen angefertigt werden sollen (z.B. bei Sportaufnahmen)




Die ehemaligen Uem/Na Schulen 13-213 in Freiburg
Um/Na RS 213/02 Kp IV wo ich im Sommer 2002 den Lt abverdient habe