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In loser Folge erscheinen auf dieser Seite Artikel, immer dann wenn es etwas zu sagen gibt ;-) Meinungen, Testberichte und vieles weitere.

Wer sich für Frösche, Kröten und andere Amphibien des deutschsprachigen Raums interessiert wird im Froschnetz fündig. Das Wetter in Muri bei Bern immer aktuell auf bernerwetter.ch, mit grosser Webcamsammlung aus der Region Bern und Webcam in Thun. Informationen zu Wärmepumpen und die Beschreibung und Echtzeitdaten einer effizienten Erdsonden Wärmepumpenanlage findet sich auf effiziente-waermepumpe.ch

Aktuelle Themen

Erstflug des Airbus A380 in Zürich

21. Januar 2010

Der Airbus A380 landete am 20. Januar 2010 erstmals auf dem Flughafen Zürich Kloten um einige Tests durchzuführen. Um 0821 landete er auf Piste 16 und wurde dann ins Besuchergelände gezogen wo er von 22′000 Besucher bestaunt wurde. Am Nachmittag standen verschiedene Tests auf dem Programm. Am nächsten Tag flog er wieder ab Richtung Genf.
Leider kam ich zum Anflug sehr knapp, da das Postauto im Stau steckte und der Flieger etwas früher anflog als geplant. So musste ich mich mit einem mässigen Standort begnügen. Noch während ich die Kamera auspackte näherte sich der A380. Also noch schnell draufhalten – Mist, Objektivdeckel noch drauf, schnell weg – Mist, unscharf – Mist, Zoomring noch festgezogen – He, geh aus dem Weg! – Mist, schon aus dem Blickfeld… So wurde der Anflug leider ein unscharfes Gewackel. Aber man konnte den Flieger ja noch in der Besucherzone von Nahem betrachten. Später bot sich dann vom Parkhaus aus noch ein Blick auf den Flieger während er über den Platz gezogen wurde.

Video:

Ein paar bildliche Eindrücke:

Der Schlepper des A380
Schlepper für den A380

Presseleute besteigen den Airbus A380
A380A380TriebwerkA380IMG_6858_klFlügelA380IMG_6920_klIMG_6931_kl

Der A380 wird geschleppt
A380 wird gezogenA380

Vor dem Dock E
Vor Dock E

Weitere Bilder vom A380 in der Bildergalerie

Vergleich Videoqualität Canon EOS 5D Mark II mit HDV Kamera

20. Oktober 2009

Die Videofunktion der Canon EOS 5D Mark II ist in aller Munde. Die Spiegelreflex Kamera ist die erste Fotokamera, die Full HD progressiv aufnimmt und erst noch einen Vollformat Sensor besitzt. Durch den grossen Sensor sind Bilder wie bei 35 mm Film möglich. Doch wie gut ist die Bildqualität wirklich? Wie gut schlägt sie sich gegenüber einer konventionellen HDV Kamera?

Die 5D komprimiert in h.264 bei 38.5 Mbps progressive Bilder, der HDV Standard 1080i arbeitet mit dem alten Mpeg-2 bei 25 Mbps mit Bildern im Zeilensprungverfahren. Zudem ist HDV nicht Full HD, sondern wird in 1440 x 1080 Pixel aufgenommen und bei der Anzeige auf 1920 Pixel gestreckt.  Alleine dadurch sollten bessere Bilder bei der 5D MK II zu erwarten sein. Zudem können bei der 5D professionelle Optiken eingesetzt werden. Getestet wurde hingegen mit der Kit Optik, dem 24-105 4.0 L IS USM.

Der folgende einfache Vergleich soll etwas Licht ins Dunkel bringen. Es wurden aus dem Video der 5D und einer HDV Kamera jeweils Standbilder extrahiert unter verschiedenen Bedingungen. Es wird nur der subjektive Bildeindruck verglichen von statischen Bildern. Als HDV Kamera wurde die Sony HDR HC1 benutzt. Zugegeben, die Kamera ist schon älter, moderne Kameras könnten noch etwas mehr leisten. Was anderes habe ich aber nicht ;-) Der Komprimieralgorithmus ist auch in modernen HDV Kameras der selbe. Beim ersten Vergleich ist auch ein Referenzbild der EOS 5D dabei, das als Foto geschossen wurde und nachträglich auf 1920 Pixel Breite skaliert wurde. Das Foto wurde während dem Videofilmen aufgenommen, die Einstellungen und Lichtbedingungen sind exakt die selben. Der Unterschied Foto – Videostandbild zeigt die Verluste durch die Komprimierung des h.264.

Die Bilder sind im jpeg Format, allerdings mit Komprimierung 0 und Glättung 0. Jpeg Artefakte sollten daher nicht sichtbar sein. Im Text sind kleine 100% Ausschnitte eingebettet, ein Klick auf das Bild öffnet das Gesamtbild in Originalgrösse.

Vergleich bei gutem Licht

Der folgende Vergleich wurde bei Sonnenschein durchgeführt

EOS 5D Testfoto Ausschnitt

100% Ausschnitt aus auf 1920 x 1080 Pixel skaliertem Foto von Canon EOS 5D Mark II

Die Fotografie von der EOS 5D Mark II skaliert auf 1920 x 1080 Pixel zeigt erwartungsgemäss eine hervorragende Bildqualität. Im obigen Ausschnitt sind die einzelnen Ziegel beim Dach rechts noch gut zu erkennen, ebenso die Tannzapfen von der Tanne dahinter. Die Äste vom Busch vor dem linken Haus sind klar und scharf abgegrenzt. Einstellungen: 1/50, F16, ISO 100

Ausschnitt Video Canon EOS 5D Mark II

Ausschnitt Video Canon EOS 5D Mark II

Beim Standbild aus dem Video der Canon EOS 5D Mark II sind bereits Kompressionsartefakte zu erkennen. Die Ziegel auf der rechten Dachfläche sind einheitlichem Matsch gewichen, während jene auf dem linken Dach noch gut zu erkennen sind. Die Tannzapfen sind nur noch schwach erkennbar, die Äste des Busches vor dem linken Haus sind nur noch knapp zu sehen. Die Farben wirken etwas bleicher als auf dem Foto. Einstellungen: 1/50, F16, ISO 100

Ausschnitt Video HDV Kamera

Ausschnitt Video HDV Kamera

Mit der HDV Kamera weichen auch die Ziegel des linken Dachs einheitlichem Matsch. Die Äste des Buschs vor dem Haus sind aber noch knapp zu sehen, sogar ein wenig besser als bei der EOS 5D. Die Zapfen sind nicht mehr als solche zu erkennen. Die Hecke im Vordergrund ist undeutlich. Allgemein wirkt das Bild unscharf (der Fokus war aber korrekt eingestellt).

Vergleich bei fast vollständiger Dunkelheit

Die erste Szene (ein Bücherregal) wurde nur durch den indirekten Schein einer Taschenlampe erhellt. Der zweite Vergleich zeigt eine Aussenaufnahme abends kurz nach der Dämmerung. Der Himmel wird im Westen noch ein wenig beleuchtet. Die Kameras wurden über ihre Grenzen gebracht, brauchbare Bilder sind erwartungsgemäss von keiner entstanden. Die Einstellungen waren so, dass maximal helle Bilder entstehen. Der Vergleich soll aufzeigen, bei welcher Kamera die Grenzen tiefer liegen.

100% Ausschnitt der EOS 5D MK II bei sehr schwachem LichtAussenaufnahme abends mit EOS 5d Mk II

100% Ausschnitt der 5D MK II bei sehr schwachem Licht. Lk: Bücherregal, rt: Aussenaufnahme Abends

Auf dem ersten Bild ist nicht mehr viel zu erkennen. Trotzdem sind die Bücherrücken noch lesbar. Die Farben einzelner Bücher sind auch noch erkennbar. Das Rauschen ist hoch, die Kamera ist an ihren Grenzen. Zu beachten ist, dass mit der Kit Optik nur eine Blende 4.0 möglich ist. Mit einem lichtstärkeren Objektiv liegt noch wesentlich mehr drin.

Bei der Aussenaufnahme sind die Konturen des Horizonts noch gut zu erkennen und wirken einigermassen scharf. Die Äste des Baums grenzen sich vom noch hell leuchtenden Himmel ab. Im Himmel ist jedoch deutliches Rauschen feststellbar.

Einstellungen bei beiden Bildern: 1/30, F4, ISO 6400.

100% Ausschnitt aus HDV Video bei sehr dunkler Szenehdv_nacht_ausschnitt

100% Ausschnitt aus HDV Video bei sehr dunkler Szene. Lk: Bücherregal, rt: Aussenaufnahme Abends

Auf dem Bild der HDV Kamera muss man die Bücher suchen. Nur noch sehr schwach schimmern sie aus dem verrauschten Schwarz. Farben sind kaum mehr vorhanden.

Die Aussenaufnahme ist schummrig und unscharf, da nützten auch unterschieldliche Fokuseinstellungen nichts. Die in der Kamera eingebaute Optik ist offensichtlich dieser Situation nicht gewachsen. Der Himmel ist sehr dunkel, aber etwas rauschärmer als bei der 5D.

Fazit

Nach subjektivem Vergleich zeichnet die EOS 5D Mk II wesentlich bessere Videos auf als die HDV Kamera. Die Bilder sind schärfer mit mehr Detail und deutlich lichtstärker, selbst mit der lichtschwachen Kit Optik. Trotzdem sind bei den 5D Videos noch Verbesserungen möglich wie das Vergleichsfoto zeigt. Mit höhererer Datenrate wären noch brillantere Bilder möglich, die Bearbeitung würde hingegen noch mehr den Rechner in die Knie zwingen.

Wenn es nur um die Qualität geht, kann man die HDV Kamera ruhig im Schrank lassen und zur EOS 5D greifen. Die Bedienung ist hingegen funktionsbedingt bei der EOS 5D einiges mühsamer als bei einer Kamera wenn man nicht entsprechendes Zubehör kaufen will. Mit etwas Übung kann man durchaus auch frei aus der Hand in dynamischen Szenen brauchbare Videos zaubern, Wackeln ist ja heute scheinbar Mode wenn man sich die modernen Filme anschaut ;-) Nachteilig ist nur, dass man entweder vollautomatisch oder voll manuell aufzeichnen muss. Blenden- oder Zeitautomatik gibt es nicht bei Videoaufnahmen. Also schraubt man ständig an den Rädchen oder ärgert sich über die teils unsinnigen Einstellungen. In den Videos von der Flugshow Axalp hat die Kameraautomatik es tatsächlich geschafft die Blende teilweise auf 40 zu zu regeln und gleichzeitig in ISO 3200 aufzunehmen! Da läuft was im Algorithmus deutlich schief. Ansonsten ist die EOS 5D zum Videofilmen absolut empfehlenswert.

Von der besten Armee der Welt bereits verabschiedet – Tiger Teilersatz soll aufgeschoben werden

16. Oktober 2009

Tiger F-5Ergänzung 18.10.09: Der Verzicht auf die Beschaffung war offensichtlich von den Medien falsch kommuniziert. BR Maurer fordert angeblich mehr Geld oder dann eben den Verzicht wenn’s kein Geld gibt aber nicht den Verzicht generell. Dies ist absolut nachvollziehbar, denn die Armee befindet sich mangels Geld in einem absolut desolaten Zustand.
Der untenstehende Artikel ist teilweise überholt.

Bei Amtsantritt hatte Bundesrat Ueli Maurer versprochen, die beste Armee der Welt zu schaffen. Dieses Ziel ist in weite Ferne gerückt. Gemäss seinem Willen soll der geplante Tiger Teilersatz aufgeschoben werden. Eine neue Berechnung habe ergeben, dass die neuen Kampfflugzeuge teurer würden als geplant, wenn Betrieb und Unterhalt eingerechnet würden.

Der Betrieb und Unterhalt der neuen Kampfjets soll jährlich 100 – 150 Mio. Fr. Kosten, gegenüber 50 Mio. die die Tigerflotte heute kostet. Diese hohe Zahl erstaunt, wo doch die neue Flotte deutlich kleiner sein soll als die alte mit 54 Tiger. Zu beachten ist jedoch, dass die Kosten der Tiger in den nächsten Jahren deutlich steigen können, vor allem wenn deren Lebenszeit abgelaufen ist. Sie werden fehleranfälliger, Ersatzteile werden teurer und schwieriger zu beschaffen. Wurde dieser Aspekt berücksichtigt?

Zudem geht durch den Verzicht auch das Gegengeschäft verloren; durch den Kauf der Kampfjets sollten Investitionen von der Verkäufernation in der Schweiz getätigt werden – ein riesiges Konjunkturpaket, gratis zu den Fliegern hinzu. Daher mutet es sehr zynisch an, wenn jetzt die Linken ob dem Verzicht frohlocken, wo sie doch stets für Konjunkturpakete einstehen. Der Verlust der Arbeitsplätze, der jetzt bei der Luftwaffe droht, ist denen offensichtlich auch völig egal.

Würde der Tiger ersatzlos liquidiert kann die Luftwaffe ihren Auftrag nicht mehr erfüllen. Die vorhandene Flotte von 33 F/A-18 reicht nicht aus, um mehr als 2 Wochen den Luftraum ständig zu überwachen. Zudem fehlt der Luftwaffe immer noch ein Ersatz für die schon vor Jahren ausser Dienst gestellten Mirage IIIRS und Hunter. Ein neues Kampfflugzeug sollte deren Aufgabe der Luftaufklärung ebenfalls übernehmen.

Es stellt sich die Frage, warum immer der Auftrag der Armee nach den Kosten ausgerichtet wird. Man schaut wieviel Geld zur Verfügung steht, ermittelt, was man damit anstellen kann und legt sich dann den Auftrag so zurecht, damit dieser mit den wenigen vorhandenen Mitteln erreicht werden kann oder nimmt es einfach hin, dass gewisse Aufträge nicht mehr erfüllbar sind. Dies ist genau der verkehrte Weg. Der Auftrag muss sich nach der aktuellen Lage und vor allem nach den möglichen Bedrohungsszenarien der nächsten 10-15 Jahre richten und welche davon unsere Armee abdecken soll. Dann wird eruiert welche Mittel zur Auftragserfüllung nötig sind, und das entsprechende Geld muss gesprochen werden. In anderen Departementen wird auch so vorgegangen. So z.B. bei der “Sanierung” der IV. Deren Auftrag ist, vereinfacht ausgedrückt, finanzielle Hilfe an Invalide auszurichten. Dazu sind gewisse Mittel nötig. Da diese nicht reichten, wurde nicht das Budget gekürzt, sondern weitere Mittel beschafft, mit dem Segen des Volkes. Mit dem VBS geht man aber genau den umgekehrten Weg, man passt den Auftrag den Mitteln an, anstatt die nötigen Mittel zu sprechen.

Es ist nicht das VBS wo in erster Linie gespart werden darf. Dort wurde mehr als genug gespart. 1980 betrug der Anteil der Ausgaben zur Landesverteidigung noch 20%, 2001 nur noch knapp 10%, und heute sind es noch 8%. Mit 4.3 Mia. ist das Militärbudget im 2006 bereits tiefer als das der IV (4.4 Mia.) (im 2000 noch 4.9 zu 3.3). In keinem anderen Departement wurde so viel gespart. Die Schweiz als eines der reichsten Länder der Welt soll sich eine Armee nicht mehr leisten können? Soll nicht mehr selbst für seine eigene Sicherheit sorgen können sondern abhängig werden von anderen Ländern?

Trotzdem ist diesem Entscheid auch etwas Positives abzugewinnen. Wenn die gesparten Gelder (sofern man welche spart) den restlichen Armeebereichen zu Gute kommen und dort nicht noch weitere Reduktionen vorgenommen werden (z.B. bei den Panzer-/Artillerietruppen) ist wenigstens denen geholfen. Es ist aber zu befürchten, dass das Budget von der Politik einfach entsprechend gekürzt wird. Vielleicht wird dem Volk durch diesen Vorfall auch endlich klar, dass eine Armee die nichts kostet nicht möglich ist. Der Aufschrei von BR Maurer ist jedenfalls nicht zu überhören. Doch die Hoffnung ist gering, dass bei den Politikern und dem Volk Einsicht einkehrt.

Was verliert die Armee mit diesem Widerruf? – Nicht nur die Einsatzfähigkeit zum Schutz unseres Luftraums, sondern durch das Hü und Hot weiter an Glaubwürdigkeit. Eine Armee die ihre Aufträge nicht erfüllen kann ist wenig glaubwürdig. Damit schneidet sie sich ins eigene Fleisch, denn immer weniger Leute sind so bereit, dringend benötigte Gelder zu sprechen. Um etwas zu erhalten muss man auch etwas fordern.

Rundumerneuerung von meyweb.ch

11. Oktober 2009

Nachdem das alte Layout in die Jahre gekommen ist und die Seite mehr als Weiterleitung zu diversen Angeboten auf eigenen Domains diente, wurde meyweb.ch komplett überarbeitet. Die Seite präsentiert sich nun als Blog wo ich hin und wieder mal was berichte wenn es was zu sagen gibt, sei es zu politischen Themen, zu speziellen Ereignissen oder technische Dinge.

Ältere Seiten und Themen die in der Testumgebung entstanden sind wurden im Blog eingepflegt. So sieht er zu Beginn nicht so leer aus ;-)

Fliegerdemonstration Axalp 2009

10. Oktober 2009

Die Kulisse ist spektakulär und die gebotene Show steht ihr in nichts nach. Das ist die Fliegerdemonstration der Schweizer Luftwaffe auf der Axalp. 2009 präsentierte sich auch das Wetter von seiner schönsten Seite. Rund 9000 Interessierte und Flugbegeisterte nahmen den ungefähr zweistündigen Aufstieg auf die Axalp, Ebenfluh unter die Füsse, so viele wie noch nie. Die Fotografen standen sich schon beinahe auf den Füssen rum und statt Flieger hatte man auch immer wieder mal Köpfe auf dem Bild.

In der rund 75 minütigen Show demonstrierten der F/A-18 Hornet und der Tiger F-5 das Schiessen. Flugakrobatik durfte natürlich auch nicht fehlen und auch die Patrouille Suisse zeigte ihr eindrückliches Programm. Präsentiert wurden auch die neue PC-21, die EC 635 und die Cougar Helikopter. Diese schossen Flairs ab oder demonstrierten einen Feuerlöscheinsatz.

Ein paar Eindrücke von diesem gelungenen Anlass:

Menschenmassen kraxeln auf den Berg

Menschenmassen kraxeln auf den Berg

F/A-18 HornetF/A-18 Hornet

F/A-18 Hornet

Cougar Transporthelikopter

Cougar Transporthelikopter

Flares

Flares

Patrouille Suisse mit der Figur "Gotthard"

Patrouille Suisse mit der Figur "Gotthard"

Patrouille Suisse

Patrouille Suisse

Weitere Bilder der Fliegerdemo Axalp 2009.

Ein weiteres Video folgt demnächst.

Wie die GSoA über 10′000 Arbeitsplätze vernichten will und dabei die Welt nicht verbessert

04. Oktober 2009

Es herrscht Wirtschaftskrise. Die Arbeitslosigkeit ist in der Schweiz mit 3.9% so hoch wie seit Januar 2006 nicht mehr und steigt weiter an. Im 2010 könnten es gar 5.2% sein wie das Seco berechnet. Was wollen nun die GSoA und weitere Verbände dagegen tun? - Weitere 10′000 Arbeitsplätze und mehr als 550 Firmen vernichten! So viele wären es nämlich, wenn am 29. November 2009 die Initiative “für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten” angenommen würde. Ein stark wachsender Industriezweig würde vernichtet. Dieses Verhalten der Initianten ist doch sehr zynisch, denn gleichzeitig fordern sie vom Bund Konjunkturprogramme um Arbeitsplätze zu schaffen. Der Erhalt von Arbeitsplätzen ist jedoch wesentlich effizienter als die Schaffung neuer Stellen.

Die Absicht der GSOA ist es, so gibt sie es jedenfalls vor, die Welt friedlicher zu machen. Werden keine Waffen mehr produziert, gibt es keine Kriege mehr. Eine sehr naive Vorstellung. Die Schweiz ist nicht die Welt. Werden hierzulande keine Waffen und Munition mehr produziert, wird halt entsprechend mehr im Ausland hergestellt. Die Nachfrage bleibt genau die gleiche, nur wird das Angebot von anderen Ländern befriedigt. Kein einziger Panzer, keine einzige Patrone würden weniger produziert. Dem Frieden ist kein Dienst erwiesen, im Gegenteil. Der Export von Waffen in Krisengebiete ist in der Schweiz verboten. Werden die Systeme nun im Ausland gefertigt, obliegt es nicht mehr unserer Kontrolle wohin die Waffen gehen. Es wäre dann auch möglich, dass unsere Mowag Panzer, die dann im Ausland gefertigt würden, dann auch in Kriegsgebiete geliefert werden. Momentan lohnt sich eine Auslagerung nur aus diesem Grund nicht. Das ist wohl genau das Gegenteil von dem was die Initiative beabsichtigt.

Die Produktion nur für unsere Armee wäre nicht mehr rentabel. Somit müsste unser Militär diese Systeme alle vom Ausland beziehen. Die Wertschöpfung geht ins Ausland, die Abhängigkeit vom Ausland nimmt zu und der Staat zahlt letztendlich die Zeche. Dies gefährdet auch die Sicherheit unseres Landes.

Die Befürworter der Initiative argumentieren auch, man könne die verlorenen Arbeitsplätze ja einfach in anderen Industriezweige ersetzen, z.B. in der Solarindustrie. Wer das behauptet, hat offenbar nicht begriffen, wie der Markt funktioniert. Das Geld, das unserer Rüstungsindustrie und verwandter Betriebe zufliesst, ist nicht einfach verfügbar und für andere Zwecke einsetzbar. Das fliesst einfach anderen Firmen in anderen Staaten zu, natürlich für Rüstungsgüter und sicher nicht für Solarzellen. Investieren in die Solarbranche ist gut. Das hat aber rein gar nichts mit der Initiative zu tun. Die Investitionen könnten bereits heute getätigt werden. Dazu braucht es diese nutzlose Initiative nicht. Ohne entsprechende Nachfrage können keine neuen Arbeitsplätze geschaffen werden. Mit Annahme der Initiative werden wie gesagt keinerlei Gelder frei, um diese Investitionen zu tätigen. Im Gegenteil, es fliessen weniger Gelder der Schweizer Wirtschaft zu und so können noch weniger Investitionen getätigt werden. Letztendlich ein Boomerang.

Die Auswirkungen sind längst nicht auf Rüstungsgüter beschränkt, auch zivile Produkte sind betroffen. Z.B. werden die Produkte von Vibro-Meter SA in Fribourg sowohl für zivile als auch militärische Produkte gebraucht. Um Zweispurigkeiten zu vermeiden, würden nicht nur die militärischen, sondern auch die zivilen Produkte ausgelagert, auch wenn sie nicht vom Exportverbot betroffen sind. Das ist kein Einzelfall. Die Auswirkungen der Initiative sind weitreichender als die Initianten uns weissmachen wollen.

Die Befürworter finden es unmoralisch wenn die Schweiz Waffen liefert. Ich finde es absolut unmoralisch, 10′000 Leute für nichts auf die Strasse zu stellen, ohne dass irgend jemandem geholfen wird. Doch nein, einem wird geholfen: Der ausländischen Rüstungsindustrie. Die GSoA spielt den Rüstungskonzernen in die Hände.

Es gibt keinen Grund, die Initiative anzunehmen. Die Welt wird nicht friedlicher wie behauptet, stattdessen werden Arbeitsplätze und Know How vernichtet, die Kontrolle über die Waffeneinsätze wird aus der Hand gegeben und die Abhängigkeit vom Ausland erhöht.

Darum ist die Initiative “für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten” am 29.11.2009 unbedingt abzulehnen!

Link zum Thema Verbot von Kriegsmaterialexporten


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